Peking

Peking

2010 wollte ich mit einer Freundin nach New York. Wir bekamen aber keine Flüge und sind dann spontan eine Woche nach Peking geflogen. Welch ein Abenteuer. Wir beide waren noch nie in China und hatten keine Ahnung, auf was wir uns einlassen. Es war eine geniale Woche, in der ich in meiner Erinnerung ohne Pause gelacht habe. Noch heute muss ich grinsen, wenn ich an die Reise denke. Angefangen von unserem fast blinden guide, der uns am Flughafen abholte und wir das Auto suchen mussten, bis auf die vielen freundlichen unPeking 2010 497d offenen Chinesen, die ein Foto von uns wollten und uns neugierig bestaunten (wir machten es andersrum ja auch). Die chinesische Mauer (auch mit unserem blinden guide) war eine Lebenstraum. Als wir genau dort ankamen, setzen ein Regen ein, dass man fast keine 3 m mehr sah. Wir saßen dann in einem Unterstand, haben Hanuta gegessen, gefroren und auf der “ auf der Mauer auf der Lauer..“ gesungen. Morgerns gab es an einem Stand zum Frühstück immer Crepe mit Ei. So lecker….. Wir haben viel gegessen und ausprobiert (keine Insekten, das habe ich mir dann doch nicht getraut) und tolle Erlebnisse gehabt. Z.B, dass wir als Europäer im Restaurant keine Stäbchen, sondern nur einen Porzelanlöffel bekamen oder uns mit der Pekingente so doof anstellten, dass alle Nachbartische Nachhilfe gaben (hihi). In der U- Bahn haben wir die Erfahrung eines Fischstäbchens gemacht (tiefgefroren und eingequetscht), in der verbotenen Stadt hat die Aussage „viele Menschen und voll“ eine neue Dimension bekommen. Unvergessen ist die Fahrradtour um die Seen und das Bootfahren, wobei wir dann mit Baulicht gerettet werden mussten, da der Akku leer war. Wie peinlich…, die Bierflaschen haben wir dann dezent in den Taschen versteckt. Hinterher sind wir fast umgefallen vor Lachen. Auch Smog hat für mich eine neue Bedeutung bekommen. Einmalig war die nächtliche Taxifahrt, bei der sich der Fahrer verfahren hat und sehr verzweifelt war. Als wir dann endlich das Hotel wieder gefunden haben, haben wir gemeinsam eine Welle im Taxi gemacht. Nie wieder machen wir den Fehler auf dem Stadtplan zu sehen und zu denken, einen Block zur U-Bahn können wir laufen. Die Entfernungen in Peking sind nicht europäisch. Man ist gerne dann mal 1 h unterwegs. In Erinnerung bleiben mir immer die so freundlichen und interessierten Chinesen, die Tanzpaare im Park, die Fitnesseinheiten und das Singen… Eine unvergessliche Reise. Ich war sicherlich nicht das letzte Mal da.